Passepartout Gestaltung
Von Andrea • 15.08.2008 • Kategorie: PassepartoutsPassepartout mit oder ohne Ausschnitt?
Passepartouts ohne Ausschnitt werden in der Regel für spezielle Bilder verwendet, bei denen der Rand des Papiers zum Gesamtwerk gehört und nicht verdeckt werden sollte. Beispielsweise bei Japanischen Reispapierzeichnungen, Kunstwerke auf handgeschöpftem Papier oder einem ägyptischen Papyrus. Ansonsten verwendet man Passepartouts mit einem Ausschnitt, welcher ungefähr 1cm kleiner ist als das Bildmotiv. Eine schöne räumliche Wirkung erzielt man mit einem weiteren Passepartout, welches einen größeren Ausschnitt hat und über das erste gelegt wird. Dadurch wird der Abstand vom Bild zum Glas vergrößert, was einen interessanten Effekt haben kann.
Randbreite des Passepartouts
Der Rand sollte zum Gesamteindruck passen und weder zu schmal noch zu breit sein. Üblicherweise wählt man die Breite zusätzlich danach, dass ein herkömmlicher Standardrahmen verwendet werden kann und man keine Maßanfertigung nötig ist. In der folgenden Tabelle finden Sie empfohlene Maße.
|
Breite + Höhe (cm) |
Passepartoutrand (cm) |
| 20 bis 30 | 3,5 |
| 30 bis 60 | 4,5 |
| 60 bis 80 | 5,0 |
| 80 bis 90 | 5,5 |
| 90 bis 110 | 6,0 |
| 110 bis 130 | 7,0 |
| 130 bis 140 | 8,0 |
Bei der Wahl der Randbreite muss diese jedoch nicht immer symmetrisch auf allen vier Seiten gleich sein. Es ist auch möglich bei einem Hochformat den oberen und unteren Rand breiter zu wählen, als die seitlichen Ränder. In manchen Fällen kann man auch nur den unteren Rand breiter wählen und die übrigen drei Seiten symmetrisch halten. In einem solchen Fall könnte der untere Rand etwa ¼ breiter sein, als die übrigen.
Weitere Gestaltungsmöglichkeiten
Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Möglich sind Doppelpassepartouts, Abstandshalter zwischen Passepartout und Glas oder eine V-Rille um den Bildausschnitt.
Befestigung des Bildes an das Passepartout
Damit das Bild nach der Rahmung nicht verrutschen kann, wird es mittels einem säurefreiem Klebeband mit dem Passepartout auf der Rückseite am oberen Rand fixiert. Alle vier Seiten sollten nicht verklebt werden, da das Bild dadurch wellig werden kann. Am Besten verwendet man dafür ein spezielles Klebeband, welches im Künstlerbedarf erhältlich ist.
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[...] frühe und klassische Aquarelle in zarten Farbtönen oder in Sepiafarben, benötigt man für das Passepartout einen ebenso zarten [...]
Ein Bild sollte keineswegs am PP befestigt werden!!Vielmehr sollte es mit den von Ihnen genannten Klebestreifen (sogenannte T-Klebung) auf einem Trägerkarton (säurefrei) befestigt werden.Die genannten Randbreiten des PP sind sehr willkürlich gewählt. Im Regelfall sollten die PP-Randbreiten nicht weniger als 6cm betragen. Häufig empfiehlt sich eine PP-Gestaltung nach dem “Goldenen Schnitt” (d.h. oben und an den Seiten z.B. 6cm und unten 8-9cm).
In der Bildeinrahmung bieten Passepartouts (PP`s) die meisten kreativen Möglichkeiten ,das Kunstwerk noch besser zur Wirkung zu bringen. Hier einige Möglichkeiten : Französische PP`s haben eine aquarellierte Umrandung, die von Zierlinien eingefasst wird. Solche Umrandungen können auch geklebt werden, z.B. mit marmoriertem Papier. Rillenschnitte können doppelt versetzt oder achteckig ausgeführt werden. Stufige Treppen oder andere Aussparungen der Ecken geben eine interessante Wirkung, wenn dies zum Bild passt. Besondere PP`s erhalten wir, wenn mit tiefen Fasen gearbeitet wird. Hierzu werden entsprechende Styroporstreifen von 5mm Stärke unter der Schnittkante angebracht und mit farbigem Papier beklebt. Bei einer Aufdoppelung erhalten wir tiefe Einblicke von 1cm Stärke.Bei “italienischen” PP`s werden am PP-Ausschnitt Leisten aus Holz oder Kunststoff angebracht-aber Achtung: Der Passepartoutausschnitt muss in diesem Fall nach innen verlaufen. Das PP muss also “verkehrtherum” geschnitten werden. Innenleisten aus Naturholz lassen sich in allen Farben beizen. Gold-und Silberleisten lassen sich prächtig auf den Rahmen abstimmen.