Das Fotoalbum – früher und heute
Von Andrea • 25.05.2011 • Kategorie: Bilder einrahmen
Die ersten Fotoalben entstanden Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit als es nur Berufsfotografen gab. Sie bestanden zunächst aus mehreren Pappen, wovon eine mit Ausstanzungen für die Fotos versehen war – ähnliche wie ein Passepartout, das jedoch mehrere Ausschnitte hatte. Diese Pappseiten wurden anschließend zu einem Buch gebunden. Häufig wurde Leder für den Albumdeckel verwendet, welches mit Goldschnitt und anderen Verzierungen versehen wurde. Oft finden sich an alte Fotoalben auch verzierte Klappenschlösser.
Im letzten Jahrhundert als die Fotografie nicht mehr nur den Profis vorbehalten war, wurden die Fotoalben einfacher gestaltet. Meist mit einem Einband aus Leder oder Kunststoff. Innen waren Pappen eingeklebt, die durch dünne Einlageblätter getrennt wurden. Die Fotos wurden mittels Klebeecken in das Fotoalbum eingeklebt. Alternativ gab es auch Fotoalben mit Taschen aus Kunststoff, in denen die Fotos eingesteckt wurden oder Alben mit selbstklebenden Seiten. All diese Fotoalben sind auch noch heute üblich und finden sich in fast jedem Haushalt.
Mittlerweile hat das klassische Fotoalbum Konkurrenz bekommen – das Fotobuch. Statt einzelne Fotos entwickeln oder ausdrucken zu lassen, werden die digitalen Bilder mittels einer Software vom Computer zum Fotobuchhersteller hochgeladen. Anschließend kann das Fotobuch selbst gestaltet und mit Texten versehen werden.
Ob das Fotobuch das Fotoalbum verdrängen wird, wird sich zeigen. Wie alles im Leben haben beide Varianten Vor- und Nachteile. Ein Nachteil beim Fotobuch ist, dass sich später keine neuen Fotos hinzufügen lassen. Dafür lässt sich ein fertiges Fotobuch mit ein paar Klicks beliebig reproduzieren. Und es ist natürlich interessant, seinen eigenen Bildband zu gestalten. Ein ungeliebter Nachteil bei Fotoalben ist, dass sich Fotos mit der Zeit lösen können, dafür lassen sie sich nach und nach bestücken, erweitern oder umgestalten.
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